Eine kurze Geschichte der Hosen

Hosen werden in der westlichen Welt seit der Antike getragen. Sie sind heute die häufigste Form der Unterkörperbekleidung für Männer. Praktisch und bequem, ist es kein Wunder, dass sie von beiden Geschlechtern als Teil ihrer Alltagskleidung angenommen wurden.

Hosen wurden zuerst erfunden, weil sie auf dem Pferd und im Gefecht praktischer sind. Tatsächlich hatten diejenigen, die im Kampf Hosen trugen, die Oberhand über diejenigen, die Lendenschurze oder Gewänder trugen. Aus diesem Grund haben Zivilisationen auf der ganzen Welt diese Form der Kleidung angenommen, um zu überleben.

Hosen zu Pferd

Die ersten aufgezeichneten Berichte über Hosen wurden von griechischen Geographen aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. gemacht. Sie bemerkten das Auftreten von persischen, ost- und zentralasiatischen Reitern. Der Komfort, den sie bei längeren Reiteinsätzen boten, erwies sich letztlich als Vorteil.

Auf antiken Keramiken finden sich Abbildungen von Reitern und Reiterinnen in Hosen. Aber die alten Griechen brüskierten das Kleidungsstück und fanden es lächerlich. Sie nannten sie „thulakos“, was „Säcke“ bedeutet. Anschließend wurden sie auch von den Römern (die die Griechen sehr schätzten) zurückgewiesen. Sie betrachteten sie als Kleidungsstücke, die von Barbaren getragen wurden. Als sich das Imperium weiter ausbreitete, gewannen Hosen immer mehr an Popularität. Sie konnten die Wärme und Zweckmäßigkeit, die ihnen Hosen boten, nicht leugnen.

Verändernde Hosenform

Ursprünglich waren Hosen ein militärisches Kleidungsstück. Wir würden sie heute als enganliegende Shorts oder locker sitzenden Hosen, die sich an den Knöcheln schlossen, beschreiben. Dieses Kleidungsstück wurde auch von Rittern unter der Rüstung getragen. Knöchellange Hosen waren erst später für die Arbeiterklasse typisch. Erst im 19. Jahrhundert sahen wir Hosen wie die, die wir heute tragen. Sie hatten eine lockerere Passform mit Knopfleiste und wurden in neutralen Farben getragen. Es war Edward VII, der älteste Sohn
von Queen Victoria, der den Trend für Hosen wie wir sie heute kennen, vorgab. Er war derjenige, der Hosenfalten in den Mainstream brachte.

Geschichte der Frauen in Hosen

Obwohl die Hose in der Antike von beiden Geschlechtern getragen wurde, war sie jahrhundertelang ein „männliches“ Kleidungsstück. Stattdessen trugen Frauen lange, voluminöse Röcke. Aber im neunzehnten Jahrhundert begannen Frauen wieder, eine Form von Hosen zu tragen. Diese wurden nur zum Reiten getragen, obwohl sie darüber volle Röcke trugen, um sie zu verbergen.

In den 1880er Jahren begannen Frauen im Westen schließlich, Hosen für Freizeitaktivitäten zu tragen. Sie waren beim Radfahren sicherer zu tragen, da sich die Hose weitaus weniger in den Rädern verfangen konnte. Sie ermöglichten auch eine größere Bewegungsfreiheit. Trotz ihrer zunehmenden Popularität galten Hosen jedoch bis in die 1970er Jahre nicht als akzeptable Damenkleidung. An manchen Orten war es Frauen sogar verboten, Hosen zu tragen! Heutzutage gibt es eine große Vielfalt an Damenhosen für Beruf und Freizeit, ohne männliche Konnotationen.

Fazit

Die Gesellschaft und die Mode wandeln sich und das ist gut so. Es ist schön, wenn alte Zöpfe abgeschnitten werden und neue Trends unser Leben bestimmen.

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